Tibetisches Gesundheitszentrum Hüttenberg
Auf Initiative von Rogner wird in Hüttenberg gemeinsam mit dem Land Kärnten ein wohl weltweit einzigartiges Projekt als kulturelles und touristisches Highlight realisiert. Es handelt sich um ein Tibetisches Kultur- und Gesundheitszentrum mit 260 Betten.
Die Anregung zu diesem Projekt, von dem nicht nur die Region profitieren wird, ist vom inzwischen leider verstorbenen Tibet-Forscher Heinrich Harrer ausgegangen. Eine Kärnten-Delegation unter Landeshauptmann Jörg Haider hatte das Projekt bei einem persönlichen Besuch bei Seiner Heiligkeit, dem XIV. Dalai Lama, in Dharamsala in Indien im Juni letzten Jahres fixiert. Der Spatenstich erfolgt am 14. Mai durch den Dalai Lama, die Kärntner Landesregierung und Vertretern der Bundesregierung. Die Eröffnung ist für 2008 geplant, durch die 22-Millionen-Euro-Investition werden 140 Arbeitsplätze geschaffen.
Hüttenberg, im malerischen Görtschitztal gelegen, ist der Geburtsort Harrers. Durch dessen tiefe Freundschaft zum Dalai Lama wurden Vision und Idee zu einem Tibetischen Zentrum im Westen geboren. Dadurch erfährt Hüttenberg nach dem Ende einer 2500 Jahre anhaltenden Bergbautradition einen kulturellen Wandel zu einem Ort des internationalen Kultur- und Wissensaustausches. Das Tibetische Zentrum ist die logische Ergänzung zum Heinrich- Harrer-Museum und zum Lingkor-Pilgerpfad, mit denen bereits wesentliche Akzente in die neue Entwicklung des Ortes gesetzt worden waren.
Während das Museum eigentlich eine passive Materie ist, stellt das Tibetische Zentrum einen lebendigen Angelpunkt im Westen für die wunderbaren Ausdrucksformen dieser fernöstlichen Kultur dar. Dabei geht es nicht nur um punktuelles Erregen von Aufmerksamkeit. Das Bekenntnis der tibetischen Kultur zu Hüttenberg als ihren exklusiven Standort im Westen bedeutet, dass tibetische Philosophie, Medizin, Kunst und andere Aspekte auf fundierter Basis präsentiert, genutzt, gelehrt und geforscht werden.
Heinrich Harrer ist es bei seinen vielen Reisen und Expeditionen immer nur darum gegangen, fremde Völker zu beobachten, die Seele der Menschen zu verstehen und darüber zu berichten. Er versuchte weder zu bekehren, noch war er selbst zu bekehren. Er fühlte sich trotz seines Aufenthaltes in Tibet und seiner engen Freundschaft mit dem Dalai Lama, dessen persönlicher Lehrer er gewesen ist, mit seinen christlichen Wurzeln tief verbunden.
Das geplante Tibetische Zentrum in Hüttenberg knüpft direkt an den bereits eingeschlagenen Weg der Gemeinde an und ist im Wesentlichen durch die folgenden einzigartigen Merkmale definiert:
• „International Center of Higher Tibetan Studies"
• Die Schirmherrschaft S.H. des Dalai Lama
Das „International Center of Higher Tibetan Studies" in der Heft fungiert als erstes und einziges Ausbildungszentrum basierend auf Tibetischer Medizin und Philosophie in der westlichen Welt. Es steht unter anderem in direkter Verbindung zu Men-Tsee-Khang, dem Institut des Dalai Lama für Tibetische Medizin in Dharamsala (Sitz der Tibetischen Exil-Regierung in Indien).
Neben dem Ausbildungszentrum in der Heft wird in Hüttenberg ein Hotel mit angeschlossenem Gesundheitszentrum errichtet. Mit dem Ziel die Spiritualität als zentrales Element in Teilbereichen des Tibetischen Zentrums einzubringen, wird ein Ort der „Entschleunigung" geschaffen. Die Spa-Philosophie im 2.500 m2 großen „Health Center" wiederum basiert auf den Grundlagen Tibetischen Medizin: Der Mensch steht im Mittelpunkt und soll weg vom Alltagsstress hin zu mehr Lebensqualität geführt werden.
Ziel des geplanten Projektes ist es, der Region eine wirtschaftlich profitable „Ganzjährigkeit" zu verschaffen. Das Tibetische Zentrum soll nicht nur Leitbetrieb, sondern auch wirtschaftlicher Mittelpunkt des, nach der Einstellung des Bergbaues in einen „Dornröschenschlaf" verfallenen Tales, werden. Lokale Ressourcen sollen optimal eingebunden und damit der Bevölkerung neue Chancen geboten werden. Das Nischenangebot des spirituell-motivierten Tourismus ist für die bisher vom Fremdenverkehr verschlossene Region der Schlüssel für eine neue, erfolgreiche Zukunft (wie es auch im Weißbuch Kärnten niedergeschrieben ist).
Das Tibetische Zentrum wird nach den anerkannten Rogner Bau- und Qualitätsstandards auf 44.000 m2 errichtet. Gleichzeitig kommt es zu einer Adaptierung der denkmalgeschützten Kohlebarren in der Heft, der historischen Eisenwerkanlage aus dem 19. Jahrhundert. Die Exklusivität ermöglicht eine optimale Positionierung des Projektes, es werden jährlich rund 50.000 Nächtigungen erwartet.
